Aber 18 Mille war mir der Wagen echt nicht wert. Im Gespräch mit der wirklich netten Dame stellte sich dann heraus, daß es Ihr nicht zwangsläufig auf das Geld ankam, vielmehr wollte sie den Wagen an jemanden verkaufen, der Freude am Wagen hat, ihn hegt und pflegt und vor allen Dingen Platz zuhause hat. Da wir nicht nur eine große Diele zuhause haben, sondern auch noch eine Maschinenhalle, erfüllte ich zumindest Bedingung 1 und 3; Einigen konnten wir uns damals aber nicht.
Ca. 4 Monate später rief ich dann bei der Dame noch einmal an, und siehe da, der Wagen war immer noch da. Eigentlich fragte ich mich, warum der Wagen immer noch da war, aber das stellte sich im weiteren Gespräch heraus: keiner von den Interessenten hatte Platz in seinem Eigenheim und einer wollte dem Wagen sogar eine Anhägerkupplung verpassen und dann auch noch im Winter damit durch die Gegend fahren. Das paßte der Dame überhaupt nicht.
Irgendwie einigten wir uns dann doch noch, aber das ich den Wagen schon gleich mitnehmen wollte, gefiel Ihr nicht so recht. Ich hingegen wollte endlich losstarten, denn das Öl schien frisch zu sein und die Batterie war ebenfalls aufgeladen.
Der Wagen selbst hatte die letzten vier Monate wohl einige Male gelaufen,
die potentiellen Käufer wollten dann doch nicht nur Ihren Augen vertrauen.
Ich hingegen wollte immer noch weg, ergo wollten wir den Wagen starten, aber
außer Anlasserdrehen war plötzlich nichts mehr. 10 Minuten voher
sprang er doch sofort an, was war denn jetzt nun wieder los? Nach dem
Ausschrauben der ersten Zündkerze war klar, das die die letzten 10
Jahre nicht ausgetauscht worden waren. Schnell kaufte ich neue Kerzen und ...
ich durfte die Kerzen nicht wechseln. Dafür war der Hausmeister
zuständig, der aber erst noch telefonisch herbeigerufen werden
mußte. Und das dauerte ... Aber als das geschehen war, sprang der
Wagen sofort an und wir machten uns auf den Heimweg.
So war das mit meinem 6.9. Am Besten aber war, daß der Wagen ohne Beanstandung nach fast 10 Jahre Standzeit durch den Haupttüv kam.
Mittlerweile schlug aber die Benzinleitung leck, der Bremskraftverstärker mußte ausgetauscht werden und der Federspeicher ist als nächstes fällig. Aber Fahren mit dem wunderbaren Auto macht irre viel Spaß.
Ein ganz besonders netter Auftritt war der, als ich mit dem Auto vor dem in
der Nähe liegenden Supermarkt vorfuhr, um kurz mal einzukaufen...
Dem Brabbeln des V8 entgegenfiebernd drehte ich den Zündschlüssel
herum, aber wieder einmal mehr drehte nur der Anlasser. Was konnte das sein?
Eigentlich nicht die Kerzen, denn die waren erst ein Jahr alt, aber wer
weiß, vielleicht waren sie ja doch Feucht geworden. Unter Publikum habe
ich dann die Kerzen gewechselt, ein tolles Erlebnis bei 8 Zylindern,
glücklicherweise hatte ich nicht direkt vor der Eingangstür geparkt.
Aber auch das half nichts. Erst ein Kabel von der Batterie direkt zur
Zündspule brachte Erfolg. Das Ende des Liedes war, daß einer der
beiden Vorwiderstände den Geist aufgegeben hatte.